5 Fragen an STEPHANIE JOHNE

 
 
Foto: Oliver Neunteufel

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1. Wie geht es Dir und wann wurdest Du das zuletzt gefragt?

Gerade ist bei mir viel im Wandel – ich glaube das ist auch der Grund, warum mir diese Frage von engen Freunden gerade sehr oft gestellt wird. Ich kann sie aber aufgrund dessen auch gar nicht so einfach beantworten. Ich würde sagen, gerade ist es ein emotionales Auf und Ab – gut wie schlecht. Ein spannende, unstete Zeit, die viele neue Möglichkeiten birgt, auf die ich mich jetzt schon freue. 

2. Was würde Dein jetziges ich Dir sagen wollen, als Du (zum ersten Mal) Mutter wurdest?

Ich würde mir mein Buch „Milk & Mother“ in die Hand drücken, haha. Und ansonsten würde ich sagen: Hab Vertrauen und vergiss dich nicht! Dein Kind hat nichts von einer Mutter, die sich völlig aufopfert!

3. Wie hat Dich Dein Mutter Sein als Frau verändert?

Grundlegend! Vor allem mein Verständnis von Weiblichkeit und Frausein. Ich habe schon in der Schwangerschaft, aber auch während der Geburt eine Seite an mir kennengelernt, von der ich nicht wusste, dass ich sie in mir trage. Da war einerseits eine mir unbekannte Stärke und Kraft – obwohl die mich weniger überrascht hat – und andererseits auch eine Verletzlichkeit, die seitdem nicht mehr gewichen und einfach da ist, und das ist gut so! Ich würde sagen ich habe gelernt, mehr auf meine Intuition zu hören, meine weibliche Seite zuzulassen, ihr mehr Raum zu geben – auch wenn da nach viel Luft nach oben ist und sich das männliche und das weibliche Prinzip noch mehr annähern und ausgleichen dürfen.

4. Was beschäftigt Dich aus gesellschaftspolitischer Sicht besonders, seit du Mama bist?

Der Klimawandel. Das hat er eigentlich schon immer, seit ich Mama bin, macht mich dieses Thema aber unfassbar emotional und mir große Angst. Welche Welt werden wir unseren Kindern hinterlassen?

5. Was würdest Du andere Mütter gerne fragen und was würdest Du antworten?

Ich würde sie fragen, wann sie das letzte Mal etwas für sich getan haben. Und ich würde antworten: heute!



 
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